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Die 4 wichtigsten Schreibstile

Dein Ziel, egal ob Du Belletristik oder Sachtexte schreibst, sollten sie Wortbilder malen, die lebendig genug sind, um das Theater im Kopf des Lesers zu aktivieren. Leser lieben es, informiert und unterhalten zu werden, aber sie erinnern sich für immer, wenn sie emotional bewegt sind.
Die Entscheidung, welchen der vier Hauptschreibstile Du verwendest, ist also entscheidend, um einen starken Eindruck auf der Seite zu hinterlassen. Befasse Dich mit den Schreibstielen, damit Du entscheiden kannst, welcher Dir der Ihnen am besten hilft, Deine einzigartige Schreibstimme zu finden.

1. Darlegender Schreibstil

Der darlegende Schreibstil soll etwas beschreiben und erläutern.
Er beantwortet das Was, Warum und Wie mit Fakten, nicht mit Meinungen.
Solche Schreiben findet man zum Beispiel bei Nachrichtenartikeln, Kochbüchern, historische Berichten, in Fachzeitschriften und Artikeln, Lehrbüchern und vielem mehr.
Der Schreibstil kann Zitate, Links, Tabellen, Diagramme und Quellenangaben enthalten.
Seine Funktion ist es, wichtige Punkte und Fakten hervorzuheben.

2. Beschreibender Schreibstil

Der beschreibende Schreibstil bietet eine klare, prägnante Beschreibung einer Person, eines Ortes, einer Sache oder eines Ereignisses, um die Sinne des Lesers anzusprechen und sein Gedächtnis zu aktivieren.
Das beste beschreibende Schreiben vermeidet es, den Leser mit jedem Detail zu füttern, sondern bietet gerade genug Informationen, um seine Sinne anzusprechen. Es kann in jeder Art von Schreiben gefunden werden. (Show, don’t tell)

3. Überredender Schreibstil

Hierbei soll eine Handlung beim Leser provoziert werden.
Sein Ziel ist es, zu argumentieren, indem man Beweise benutzt, die eine bestimmte Perspektive unterstützen. Er kann direkt und plakativ sein und findet sich in Meinungsartikeln und Leitartikeln, Werbetexten, Anschreiben und mehr.

4. Erzählungen

Dieser Schreibstil erzählt eine Geschichte. Er hat eine Handlung, einen Schauplatz und Charaktere – einen Anfang, eine Mitte und ein Ende.
Erzählungen findet man bei Romanen, Bühnen- und Drehbücher, Geschichten und ähnlichem.

Regeln, die Du beachten solltest

Bei der Darlegung geht es darum, die Fragen was, warum oder wie zu beantworten. Bleibe bei den Fakten, Deine Meinung sollte hier keine Rolle spielen, Du solltest Zitate nutzen und Dinge beschreiben.

Der beschreibende Schreibstil sollte Dinge zeigen, nicht erzählen. Spreche die Sinne des Lesers an, füttere den Leser nicht mit Beschreibungen, sondern mache Du Vorschläge und verwende literarische Mittel wie Metaphern und Gleichnisse.

Bei dem überredenden Schreibstil kommt es darauf an, dass Du weißt, woher Dein Publikum kommt.
Es ist wichtig, dass Du die Meinungen von anderen anerkennst und glaubwürdige Fakten vorlegst.
Ebenfalls solltest du erzählerisch schreiben und an das Herz der Leser appellieren.

Bei Erzählungen musst Du zunächst Deine Erzählperspektive auswählen. (Point of View)
Entwickle Deine Handlung und Charaktere, schaffen einen starken Handlungs- und Charakterbogen und gib den Lesern einen zufriedenstellenden Schluss.

Also: Welcher Schreibstil passt zu Dir?

Wie Du entscheiden kannst, welchen Schreibstil Du verwenden möchtest, findest Du heraus, indem Du Dich damit befasst, was Du sagen und vermitteln möchtest.
Die Einzigartigkeit und Dein eigener Schreibstil wird sich im Laufe der Zeit entwickeln und Du wirst sehen, wie Du dich von anderen abhebst.
Du solltest die für das Schreiben genug Zeit nehmen, um es zu bearbeiten oder es umzuschreiben.